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Wiki: Württemberg zur Zeit des Nationalsozialismus

Von 1938 bis 1944 ließ das Regime alle Sinti- und Roma-Kinder aus Württemberg und Baden in die St. Josefspflege[42] in Mulfingen einweisen, nachdem deren Eltern bereits in verschiedene Konzentrationslager verschleppt worden waren. 39 Kinder aus der St. Josefspflege wurden im Mai 1944 nach Auschwitz deportiert. Nur vier dieser Kinder überlebten das Ende der Diktatur.[41]

6. Die Unterdrückung der christlichen Kirchen

In den Jahren des Kampfes um die Macht in Deutschland von 1930 bis 1933 zeigten die Vertreter der NSDAP gegenüber den Kirchen aus wahltaktischen Gründen demonstrative Freundlichkeit. Davon ließen sich viele vor allem evangelische Gläubige, bis hin zu deren Pfarrern und Kirchenleitern, täuschen. In der Zeit des Nationalsozialismus geriet sowohl die Evangelische Landeskirche als auch die Diözese Rottenburg in tiefgreifende Auseinandersetzungen mit dem Regime, die für die evangelische Kirche auch unter dem etwas irreführenden Begriff „Kirchenkampf“ bekannt sind.

6. 1. Die Evangelische Landeskirche


Am 22. April 1934 fand in Ulm ein Treffen von bekennenden Christen aus ganz Deutschland statt, die sich wenig später in Barmen zur Bekennenden Kirche zusammenschlossen. Das Bild zeigt das Ulmer Münster.
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